Die neuen Loks der ersten Epoche

Die ältesten Loks sind jetzt ganz frisch! Wir haben uns historische Vorbilder für unsere Loks herausgesucht, die wir akkurat in unserem Spiel darstellen. Manche Loks mussten nur leicht angepasst werden, andere haben wir komplett neu gestaltet, um den Originalen gerecht zu werden.

Rhätische LD G 3/4 stand Pate für die Lok Schwalbe
Die Rhätische LD G 3/4 stand Pate für die neue Schwalbe. Bild von Rainer Haufe //de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Rainerhaufe unter CC-BY-SA3.0

Schwalbe

Den Anfang macht die Schwalbe. Es gibt einige Lokomotiven, die unserem ursprünglichen Modell ähnlich sehen. Aber am besten passt die Rhätische LD G 3/4 aus der Schweiz. Die Nassdampflok wurde ab 1889 gebaut und leistete bei einem Leergewicht von 23,5 Tonnen 250 PS. Drei der ursprünglich 16 Lokomotiven sind noch erhalten, unter anderem die Lok mit der Seriennummer 11, die Heidi. Die Lok bekam ihren Namen, da sie während der Dreharbeiten zum Heidi-Film von 1952 dabei war. Der Club 1889 hat die Lok restauriert und mit Ölfeuerung versehen. Auf der Homepage des Vereins wird ausführlich dokumentiert, wie die Lok zerlegt, überarbeitet und wieder zusammengebaut wurde. Am neuen schwarzen Anstrich der Heidi haben wir uns auch bei der Auswahl der alternativen Farbgebung orientiert.

Die Lokomotive Schwalbe ist Grundstein jedes Schienenimperiums.

Rabe

Die Lok rabe im Browsergame Rail Nation

Die Württembergische T3 stand Pate für unseren neuen Raben. Die einzige heute noch betriebsfähige Lokomotive der Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen (KWStE) wurde 1905 gebaut und ging 109 Jahre später wieder in Betrieb. Die Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen Stuttgart e.V. hält damit auf der Schwäbischen Eisenbahn die Fahne hoch.

Nashorn

Die Lokomotive Preußische G3 als Modell in Rail Nation

Nachdem wir schon die Bayerische S2/6 eingeführt haben, gibt es jetzt eine Lok für alle Rail Nation Fans nördlich des Weißwurstäquators. Die Preußische G 3 wurde von 1877 bis 1896 stattliche 2233 mal gebaut und ist damit eine der meist gebauten Dampfloks der Welt. Erhalten geblieben ist leider nur eine. Die G3 Saarbrücken steht im DB-Museum in Nürnberg.

Nach ihrer Ausmusterung hatte sie einen ungewöhnlichen Job: Die Lok musste im Ausbesserungswerk Trier als Prüfgewicht für Kräne herhalten. Ein Glücksfall, denn sonst wäre sie wahrscheinlich dem Schneidbrenner zum Opfer gefallen.

Esel

Der Esel aus der ersten Epoche basiert auf der Badischen VI c

Die Baureihe 75 bzw. die Badische VI c musste nur leicht überarbeitet werden, um sie auf einen realistischen Stand zu bringen. Die Lok war eine der ersten Heißdampfmaschinen und wurde von 1914-1917 geliefert und in Dienst gestellt. Die Loks waren so leistungsfähig und robust, dass sie bei der Reichsbahn der DDR bis 1970 im Einsatz waren.

Neben dem Dienst in Baden wurden zehn Loks zeitweise nach Berlin verliehen, um dort bei der S-Bahn auszuhelfen. Eine Tradition, die manchem Berliner Pendler vielleicht wieder sinnvoll erscheint. Die letzte existierende Lok dieser Baureihe ist im Besitz der Ulmer Eisenbahnfreunde und wird regelmäßig auf der Lokalbahn Amstetten-Gerstetten eingesetzt.

Falke

Der Falke basiert auf der Baureihe 62, mit Fotografieranstrich

Für Mitglieder einer Gesellschaft, die ausschließlich Betriebe mit kurzen Wartezeiten anfahren,  ist der Falke die beste Lok der ersten Epoche. Hohe Geschwindigkeit und starke Beschleunigung machen die schwache Zugkraft wett.

Das Original ist die Baureihe 62, die in den Jahren 1928-1932 gebaut wurde. Eingesetzt wurde sie am häufigsten auf der Werrabahn, wo sie ihre Sprintfähigkeit ausspielen konnte. Die letzte Lok dieser Baureihe wurde 1972 ausgemustert. Heute gibt es noch ein Exemplar, das im Eisenbahnmuseum Dresden zu besichtigen ist.

Wer sich darüber wundert, warum die alternative Farbgebung der Lok weiß ist: Es handelt sich dabei um einen Fotografieranstrich. Für frühe Kameras war es eine große Herausforderung, die schwarzen Dampfloks abzubilden. Um den Kontrast und die Lichtmenge die reflektiert wurde zu erhöhen, wurden Lokomotiven vor einem Fototermin weiß gestrichen. Als Farbe wurde teilweise abwaschbare Kalkfarbe benutzt, da weiße Lokomotiven im Betrieb schnell schmutzig aussahen. Aber keine Angst: unsere weiße Baureihe ist farbecht, auch bei Unwettern und im Wettbewerbsstress.

Maulwurf

Der Maulwurf basiert auf der Preussischen P 8.

Für Spieler, die viele Betriebe anfahren, bei denen sie keine eigene Mehrheit haben ist der Maulwurf ideal. Seine starke Zugkraft macht auf vielen Strecken den Nachteil bei Geschwindigkeit und Beschleunigung wieder wett. Damit ist er der Geheimtipp der ersten Epoche.

Der Maulwurf basiert auf der Preußischen P8. Die einfach konstruierte Heißdampflokomotive wurde ab 1906 gebaut und in Dienst gestellt. Von dieser Baureihe wurden beachtliche  3946 Exemplare produziert. Die robuste Bauart und der Verzicht auf aufwändige Feinheiten führten dazu, dass mehr als 500 Stück ein Dienstalter von 50 Jahren und mehr erreichten. Sie wurde nur ein Jahr vor ihrer Nachfolgerbaureihe, der BR 23 ausgemustert.

Von der P 8 sind noch 15 Stück erhalten, viele davon noch fahrtüchtig.

Roter Milan

Die Bonuslok der ersten Epoche basiert auf der Consolidation Lok der Klasse H1 der PRR.

Der Rote Milan basiert auf der Pennsylvania Railroad Class H1. 1875 wurde die Consolidation-Klasse zum Standard für den schweren Güterzugdienst erklärt, als man erkannte, wie wirtschaftlich diese Bauart war. Von der H1 wurden von 1875 bis 1886 545 Stück gebaut.

Das Modell des Roten Milans war schon immer ein Highlight. Für die Überarbeitung der Lok in Rail Nation mussten lediglich einige Materialien verfeinert werden. Die Bonuslok der ersten Epoche könnt ihr in der Lotterie gewinnen, sobald ihr 1000 Prestige erspielt habt.

Habt ihr Euch die neuen Loks und Baureihen schon angesehen?

Auf geht’s: Einloggen und abdampfen!

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